SLÄKTEN VON SCHEVENS SLÄKTKRÖNIKA
från Georg von Scheven till "Calle" Scheven
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Georg von Scheven
1545 - 1610

Johan von Scheven
? - 1643

Johan von Scheven
1630 - 1698

Christoffer Fredrik von Scheven
1693 - 1740

Carl Ludvig Christoffer
von Scheven
1737 - 1809

Carl Fredrik von Scheven
1779 - 1839

Carl Ludvig Christoffer
von Scheven
1811 - 1880

Carl Fredrik Mauritz
von Schven
1871 - ?

 

 

 

Klostret Gevelsberg

Gevelsberg var ett kloster grundat 1236 som innehades av Cisterciensernunnor. Klostret stängdes den 11 januari 1812. Det hade två dotterkloster, Benninghausen grundat 1240 och Schledenhorst grundat 1241.

Efter 1577 blir det ett nunnekloster för både katolska och protestantiska kvinnor.

Ein Kloster wurde gegründet
Da war man sich bald einig, dass hier ein Kloster errichtet werden müsse, was dann auch die Zister-zienserinnenklöster zu Altenberg (Bergisches Land) und Heisterbach (Siebengebirge) veranlassten. Eine erste Kirche, "Engelbert-Kirchlein" genannt, findet 1235, also zehn Jahre nach der Mordtat, erste urkundliche Erwähnung: Datiert vom 13.Mai, hat sie die Schenkung einer Jahresrente von 3 Mark an die Stiftskirche durch Graf Heinrich von Berg und seiner Gemahlin Irmgard (Engelberts Nichte) zum Inhalt. 1236 folgt die erste urkundliche Nennung des Sühneklosters.
Das Grundvermögen der Abtei bestand zunächst aus den eingezogenen Gütern des Grafen Friedrich von Isenburg, Engelberts Mörder. Durch Schenkungen, Stiftungen und Erwerb weiteren Geländes vermehrte es sich im Laufe der Jahre erheblich. Auch manche eintretende Nonne vermachte ihr Vermögen dem Kloster, das zusehends große Bedeutung erlangte und zum beherrschenden und bestimmenden Faktor in Gevelsberg wurde.
Von den Jungfrauen wurden Armut; Keuschheit und Ehelosigkeit verlangt. Die Nonnen trugen ein weißes wollenes Kleid, ein schwarzes Obergewand, einen schwarzen Gürtel und schwarzen Schleier. Beim Besuch der Kirche streiften sie einen weißen Chormantel über. An der Spitze der Nonnen stand die Äbtissin. Ihre Vertreterin war jeweils die Priorin, während die Küsterin das gesamte Rechnungswesen verwaltete. Insgesamt folgten 20 Äbtissinnen aufeinander. Dem Kloster gehörten sowohl geistliche als auch weltliche Schwestern an. Das Kirchlein bildete den Mittelpunkt der Anlage. Ursprünglich war es ein Gebäude aus Holz, das dann durch einen Steinbau ersetzt wurde. Wann dies geschah, ist leider nicht belegt. Sein Tonnengewölbe mit 2 m starken Mauern befindet sich noch heute als Abstellraum im Hause "Im Stift Nr.7".
In einer Nische der Kirche hatte eine fast 2,10 m große holzgeschnitzte Figur Engelberts, die 1230 angefertigt worden war, ihren Standplatz. Später wurde sie in der 1871 eingeweihten katholischen Kirche "St. Engelbert" aufbewahrt und dann 1889 "verliehen", jedoch nie wieder zurückgegeben. Das inzwischen stark lädierte und auf Dauer wohl nicht mehr zu rettende Standbild befindet sich seit Jahrzehnten im Westfälischen Landesmuseum in Münster. Geblieben ist den Gevelsbergern lediglich eine fotografierte Kopie, die sich seit 1975 im Rathaus, im Eingangsbereich vom Verwaltungs- zum Ratstrakt, befindet, aber selbst bei Kunstausstellungen kaum die ihr zukommende Beachtung findet.
Umwandlung in ein Damenstift
Die Klöster wurden reicher und reicher, auch der Besitz des Gevelsberger Klosters mehrte sich. Die Pächter der Güter waren zu nicht unerheblichen Abgaben verpflichtet. Durch den Reichtum, aber auch dadurch, dass zunehmend adelige Jungfrauen in das Kloster eintraten, die auf ihre bisher gewohnten Annehmlichkeiten nicht verzichten wollten, lockerten sich Leben und Ordnung in der Klostergemeinschaft. Nach und nach legten die Nonnen ihre Ordenstracht und die strengen Ordensregeln ab.
Das Kloster wurde in ein hochadeliges freiweltliches Damenstift umgewandelt: Zwei Urkunden aus dem Jahr 1577 sagen über den Wandel aus. Die Nonnen hießen nun Kapitularinnen, auch Jungfern (im Volksmund "Juffern") oder Stiftsdamen genannt. Die meisten stammten aus altadeligen westfälischen Familien. Zum Teil wohnten die "Juffern" in so genannten "Juffernhüskes", von denen sich eins an der Kölner Straße befand. Im November 1910 wurde es abgebrochen.
Die letzte Äbtissin des Klosters hieß Anna von Hövell, die bis 1581 auch das Damenstift leitete. Die Bezeichnung "Äbtissin" für die Leiterin wurde beibehalten.
Das "Engelbert-Kirchlein" bildete auch den Mittelpunkt des hochadeligen freiweltlichen Damenstifts. Die Bewohner der Bauernschaft Mylinghausen gehörten weiterhin zum katholischen Kirchspiel Schwelm, wo sie auch getauft, getraut und beerdigt wurden. Die Stiftsdamen hatten ihren eigenen Friedhof, den Stiftsfriedhof (heute Kirmesplatz bzw. "Am alten Kirchplatz")
Es soll nicht immer friedlich und harmonisch zugegangen sein im Damenstift. Die Ordnung war zwar durch Statuten und Gewohnheiten geregelt, jedoch gab es einige selbstherrliche Äbtissinnen, die sich kaum darum kümmerten und äußerst willkürlich schalteten und walteten. Das älteste Stiftsstatut stammt übrigens aus dem Jahre 1606, eine Kopie ist im Schloemann-Buch "Geschichte von Gevelsberg" (1907) abgedruckt.
Die Reformation fasste Fuß
Nachdem Martin Luther die neue kirchliche Bewegung ausgelöst hatte, wandte sich der Adel in Westfalen mehr und mehr von der römisch-katholischen Religion ab. Folglich übertrug sich der Wandel, auch auf seine Töchter. Aber es dauerte bis 1590, bis die lutherische Lehre in Gevelsberg, im Stift und in der Bauernschaft Mylinghausen, zögernd Fuß fasste.
Der aus Schwelm stammende und dort auch wohnende Diedrich Vogt (Theodoricus Voget, auch "Herr Diederich von Schwelm" genannt) war zu dieser Zeit der zuständige Pfarrer. Obwohl römisch-katholischen Glaubens, ging er in den letzten Jahren seines Lebens dazu über, den Stiftsdamen und den sich der Stiftskirche zugehörig fühlenden Gemeindegliedern das Heilige Abendmahl nach lutherischer bzw. biblischer Lehre in beiderlei Gestalt − Brot und Wein − zu reichen. Der Kelch war das Symbol des Protestantismus und bedeutete zum einen die Absage an die päpstliche Kirche, zum anderen das Bekenntnis zur Lehre Luthers. Vogts "schwankende Haltung" wird von einem Chronisten damit begründet, dass er schon sehr betagt gewesen sei, als die Stürme der Reformation auf ihn eingedrungen seien. Er starb 1592. Die Schwelmer Kirche las für ihn eine Seelenmesse.
Der erste lutherische Pfarrer
Im folgenden Jahr − 1593 − wählten die damalige Äbtissin Clara von Hoete und alle Kapitularinnen den lutherischen Hilfsprediger Heinrich Reiss (Heinrich Riese) aus Oberwengern zum ersten lutherischen Pfarrer von Gevelsberg. Am 1.April 1593 trat er sein Amt an. Pfarrer Schloemann in seinem erwähnten Buch: "So ist denn das Jahr 1593 das eigentliche Reformationsjahr der Gemeinde."
Die Berufungsurkunde des Heinrich Riese hatte folgenden Wortlaut: "Wir, Klara vom Hoete Abbadissa und sämptliche Kapitular-Jouffern des Adlichen und frihen weltlichen Stiffts Gevelsbergh, verkunden hiermit und in Kraft deußes vor uns und unsre Nachkomblinge und allermennichliche bezeugende, − Demnach durch zeitlich hinscheidend des etwen würdighenn und wohlgelerten Herrn Diedrich Voget von Schwelme seligen Angezeigten, unseres adlichen frihen weltlichen Stiffts Zeit Lebens gewesenen Kirchendiener − der Dienst bei uns vacirt und erledigtt: Ohne Nachteill aber Gottlicher ehre Alß auch unserer und anderer heilsamer Unterrichtung des Kirchendieners nicht ahn sein können, noch sollen: Wir demegst, den auch würdigen und wohlge-lerten Herrn Henrichen Reißen von Bommern, von dessen ehrlichen eheliche geburt und guten wandell wir Zeugnuß haben. Er auch ein Zeit hero zu unsers Herren Grafschaft Marck, Ambt Wetter zugelegener berhumbter parrkirchen, Ob-Wengern berauffener und zugelassener Vicarius und öffentlichen Predigt-Ambts Diener gewesen ist, hinweddernmb alß genochsam qualifizierte Person zu unseres adlichen frihen Stiffts Kirchendienern berauffen und angenommen haben, hiemit und Krafft deußes, gestalt Uns und unserer Kirchen am predigt Ambt, Verreichung der Sakramente und waß sunsten zur Verrichtung des gantzen Gottesdienstes gepreuchlich, nützlich und angehorend, getreulich vorzustehen, zu maßen solches vor Gott und ordentlicher Obrigkeit mit Grund heiliger schritt zu behaubten, − Gestalt dann Er mit Erlaubnis seines Pastoris unseren christlichen Berauf angesehen, gefolgt, den Gottes- und Kirchendienst Solcher gestalt Auf und angenommen. Zu Urkunt der Wahrheit haben wir, Abbadissa und Kapitularen obgemelte deußen Vocations Brieff mit unseres adlichen frihen weltlichen Stifts angehengten Ingesigell befestiget. Actum: Gevelsbergh Im Jahre ach der heilsamen gepurrt Christi. Ein thausend vunf hundert Negentzig und drie. Donnerdagh den ersten tagh Monath Aprilis." Immerhin wurden also dem neuen Pfarrer in dieser Urkunde auch die eheliche Geburt und ein guter Wandel bescheinigt.
Aufkommen der reformierten Lehre
Neben den seit etwa 1525 bestehenden evangelisch-lutherischen Landeskirchen existierte seit 1541 die ebenfalls evangelische reformierte (calvinistische) Kirche. Bei uns in Gevelsberg der Mylinghauser Bauerschaft, die mit Beginn der Reformation zusammen mit dem Stift eine gemeinsame lutherische Kirchengemeinde bildete, machte sich die reformierte Auffassung zuerst 1646 bemerkbar. Da sollten sich zwei Schwestern bei der Aufnahme ins Stift eidlich der lutherischen Lehre verpflichten, was diese jedoch ablehnten. Die Äbtissin Anna Lucia von Hoete, als äusserst selbstherrlich bezeichnet, soll sie dazu angestiftet haben. Die Äbtissin begann auch damit, die Chorgesänge zu ändern und liess überdies heimlich einen reformierten Prediger aus Bommern kommen, der dann das Abendmahl nach calvinistischer Traditionbzw. in austeilte und auch in der Stiftskirche predigte.
Stiftspfarrer war zu dieser Zeit Theodor Mallingradt, der − ein Mann von ernster Gesinnung und Verfasser eines Erbauungsbuches − darüber sehr erzürnt war und die Äbtissin wohl gemass-regelt haben dürfte.
Die selbstherrliche Äbtissin lebte fortan in ständigem Streit mit dem Pfarrer und soll alles versucht haben, sich von ihm zu lösen. Es wird ihr nachgesagt, weltlicher Lust zugeneigt gewesen zu sein und diese im Stift sogar begünstigt zu haben. So liess sie, sicherlich um den Pfarrer zu ärgern, an einem Busstag im Stift musizieren, während sie an einem anderen Sonntag geflissentlich die Trunkenheit ihrer Dienerschaft übersah. Anna Lucia von Hoete unternahm alles, Pfarrer Mallingradt kaltzustellen. Das Hinarbeiten auf einen Bekenntniswechsel schien ihr dabei wohl der richtige Weg zur Erreichung ihres Zieles zu sein. Des öfteren liess sie auch den reformierten Prediger Teschenmacher aus Elberfeld öffentlich in der Stiftskirche predigen.
Als Pfarrer Mallingrodt 1661 starb, hatte die Äbtissin freie Hand.
 


Klostret Gevelsberg